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WAVE stellt Serien-Gefriertrockner auf KI-Steuerung um – Maschine verbessert ihren eigenen Code im laufenden Betrieb
PRESSEMITTEILUNG

WAVE stellt Serien-Gefriertrockner auf KI-Steuerung um – Maschine verbessert ihren eigenen Code im laufenden Betrieb

Erste FD440 mit Interkey Brain statt Siemens-SPS absolviert ersten Trocknungslauf. Auf Anforderung analysierte die KI den laufenden Prozess, änderte ihren Steuerungscode und spielte ihn ohne Unterbrechung ein. Die Sicherheitsfunktionen laufen getrennt auf eigenen Mikrocontrollern.

Wien, – Die Wiener WAVE Trockensysteme GmbH hat ihren meistverkauften Gefriertrockner, die FD440, erstmals von einer klassischen Siemens-SPS auf die KI-Steuerung Interkey Brain umgerüstet. Am 23. Oktober absolvierte die Maschine in Wien ihren ersten vollständigen Trocknungslauf ohne Störungen.

Steuerungshardware, Firmware, Bedienoberfläche und Steuerungslogik wurden mithilfe generativer KI entwickelt – und die KI kann den Steuerungscode im laufenden Betrieb weiterentwickeln. Beim ersten Lauf forderte das Team die KI auf, während der Trocknung zu prüfen, was sich verbessern lässt. Die KI analysierte Prozessdaten und Programm, änderte den Code und setzte die neue Version ein, während die Trocknung weiterlief.

KI führt den Prozess – die Sicherheit bleibt getrennt

Interkey Brain ersetzt in der FD440 die SPS. Das System besteht aus einem NVIDIA-Jetson-Rechner, einem industriellen CompuLab-i.MX8-System und mehreren STM32-Mikrocontrollern. Die KI optimiert Temperaturen, Druckverläufe und Prozesszeiten und ändert ihren eigenen Programmcode nur mit Freigabe.

Die Sicherheitsfunktionen liegen bewusst außerhalb ihrer Reichweite: Die maximal zulässige Temperatur überwacht eine eigene Firmware auf einem STM32-Mikrocontroller im ATD-Modul. Er schaltet die Heizung unabhängig vom KI-Rechner ab – auch wenn dieser ausfällt oder fehlerhafte Befehle sendet. Diese Sicherheits-Firmware kann die KI nicht verändern. Watchdogs überwachen die Mikrocontroller, ein CompuLab-i.MX8-Board übernimmt zusätzliche Kontrollfunktionen.

„Heute ist unsere erste FD440 mit Interkey Brain gelaufen, und zwar auf Anhieb. Wo früher eine fest programmierte SPS saß, steuert jetzt ein System, das wir mit KI gebaut haben und das seine Software selbst verbessern kann“, sagt Michael Marcovici, Geschäftsführer von WAVE. „Wir haben die KI mitten im Lauf gefragt, was sie besser machen würde. Sie hat ihren Code angepasst und die neue Version eingespielt, ohne dass wir die Trocknung unterbrechen mussten. Die Temperaturgrenzen überwacht dabei ein eigener Mikrocontroller, den die KI nicht übersteuern kann.“

Nach Kenntnis von WAVE ist die FD440 damit der erste industrielle Gefriertrockner, dessen Steuerung ihren eigenen Code im laufenden Produktionsbetrieb anpasst. Interkey Brain ist bei WAVE auch für die neue 5-Tonnen-Anlage Big Wave vorgesehen.

Über WAVE

Die WAVE Trockensysteme GmbH in Wien entwickelt und baut industrielle Gefriertrockner für Lebensmittel, Tiernahrung, Pharma und Labor und hat mehr als 300 Anlagen ausgeliefert.

Über Interkey Brain

Interkey Brain ist eine KI-native Industriesteuerung aus Bildschirm, Rechner, NVIDIA Jetson und bis zu sechs I/O-Boards. Anwender programmieren sie mit aktuellen KI-Modellen – für Maschinenbau, Landwirtschaft und Prototyping. WAVE und Interkey arbeiten in einer Kooperation zusammen: WAVE implementiert die Technologie in seinen Maschinen. www.interkey.com

Rückfragehinweis

WAVE Trockensysteme GmbH · Michael Marcovici, Geschäftsführer · [email protected] · www.wave.cc

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